Kapitallebensversicherung
Darlehenstilgung Kapitallebensversicherung
Dem Gesetzgeber/Fiskus wurde es zu Beginn der 90er Jahre ein zunehmender Dorn im Auge, dass immer mehr Lebensversicherungen zur
Darlehenstilgung eingesetzt wurden. Dank der Steuerfreiheit der Kapitalanlagen und der Absetzbarkeit der Schuldzinsen für bestimmte
Investitionen entgingen dem Fiskus Mrd. an Steuereinnahmen. Um dieses Steuerloch zu stopfen bzw. den Zugang zu diesem zu erschweren,
wurde im Jahre 1992 ein Steueränderungsgesetz verabschiedet, das weit reichende Konsequenzen insbesondere für Darlehen mit
Lebensversicherungen hat.
Im Wesentlichen geht es darum, dass bis auf wenige klar definierte Ausnahmen die Steuerfreiheit der Lebensversicherung entfällt,
wenn diese in Finanzierungen eingesetzt werden. Die gesamten Ausführungen zu diesem Thema füllen viele Seiten. Jeder betroffene
Fall sollte durch den zuständigen Steuerberater begutachtet werden. Kernerkenntnisse sind,
Um bei Abtretung von Kapitallebensversicherungen die Steuerfreiheit zu erhalten, muss die ausschließliche und unmittelbare
Verwendung der Darlehensmittel für Anschaffungs- und Herstellungskosten sichergestellt sein.
Es reicht nicht aus, dass der Steuerberater die Kopien der Verträge (Darlehen, Abtretungserklärung, Sicherungszweckerklärung) prüft, er benötigt auch die entsprechenden Kontounterlagen (Kontoauszüge, Umsatzübersichten), um Fristeinhaltungen und Umsatzverlauf überprüfen zu können.
Dabei muss auch geprüft werden, ob neben den Anschaffungs- und Herstellungskosten
bankübliche Kosten (z. B. Disagio bei Erstfinanzierung) oder bank-unübliche Kosten
Kapitallebensversicherung
Kapitallebensversicherung Whole Life Insurance
Dies ist ein Produkt, welches so auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt nicht existiert. Es ähnelt der Kapitallebensversicherung, da sich die
Prämie, ähnlich wie bei Universal Life Insurance, aus einem Risiko- und einem Kapitalbildungsanteil zusammensetzt und sich somit
ebenfalls ein Kapitalstock bildet. Im Gegensatz zur Universal Life Insurance bleibt allerdings die anfänglich vergleichsweise hohe
Prämie über den Zeitablauf konstant. Die vereinbarte Todesfallsumme bleibt aber nur dann in der vereinbarten Höhe gewahrt, wenn
dem Vertrag vorab kalkulierte Ausschüttungen (policy dividends), welche seitens des Versicherers der Police gutgeschrieben
werden und maßgeblich von der Fähigkeit des Versicherers abhängen, am Kapitalmarkt gute Überschüsse zu erwirtschaften,
gutgeschrieben werden. Diese Todesfallleistung (fest vereinbarte Versicherungssumme) kommt während der Laufzeit beim Tod des
Versicherungsnehmers zur Auszahlung. Erreicht die versicherte Person das bei Vertragsabschluss zugrunde gelegte Endalter
(i. d. R. 100 Jahre; orientiert sich allerdings an der bei Vertragsabschluss zugrunde gelegten Sterbetafel), entfällt die
Versicherungsdeckung und der angesammelte Kapitalstock wird ausgezahlt.
Kapitallebensversicherung
Ablaufleistung Kapitallebensversicherung
Datum, zu dem ein Versicherungsvertrag endet. Je nach vertraglichem Umfang wird entweder eine vereinbarte Leistung fällig - zum
Beispiel die Ablaufleistung einer Kapitallebensversicherung - oder die Risikotragung endet - zum Beispiel bei der
Risikolebensversicherung.
Üblich ist diese Beendigungsform neben der Lebensversicherung auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung
mit Prämienrückgewähr. Im Sachversicherungsbereich ist der Ablauf bei kurzfristigen Versicherungen - z.B.
Veranstaltungshaftpflicht- oder Ausstellungsversicherung - die übliche Beendigungsform.